Was wir tun, um unser Umfeld zu unterstützen.

Giving Street Animals the Voice they don't have

Image by Marius Jost

Straßentiere haben keine Lobby

Heutezutage scheint jeder eine Lobby oder zumindest eine laute Stimme zu haben.

Jede Branche und jeder Berufsstand wird von einem Verband vertreten oder von bezahlten Lobbyisten repräsentiert. Aber Straßenkatzen und -hunde – jene, die in unseren Städten ausgesetzt werden – haben das nicht.

Viele überleben von Müll, werden von Autos angefahren, werden von Menschen vergiftet oder erfrieren im Winter.

Wir helfen Straßen­tieren direkt in den Städten, in denen wir leben, und arbeiten dafür mit Tierärzten und Stadtverwaltungen zusammen.

Unsere Kundinnen und Kunden bitten wir dabei nie um Spenden. Stattdessen investieren wir einen Teil unserer eigenen Zeit, um die Situation vor Ort zu verbessern.

Deshalb unterstützen wir LeoLife Bulgaria mit unserer Zeit und unserer PR-Arbeit vor Ort in Varna.

Image by Marius Jost

Unser derzeitiges Projekt

Eine Dokumentation in zwei Sprachen in Varna, Bulgarien.

In Varna, meiner Heimatstadt, leben mehr als 25.000 Straßenkatzen. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, die Tiere von zugelassenen Tierärzten kastrieren zu lassen. Doch das passierte bisher nicht. Die Katzen ernähren sich aus Mülltonnen, frieren im Winter, werden von Unbekannten vergiftet und stecken sich gegenseitig mit FIV an. Jeden Tag hört man ihr Schreien bei Revierkämpfen. Die städtischen Ressourcen für diese Tiere sind praktisch erschöpft.

LeoLife Bulgaria erinnert Politiker und Öffentlichkeit immer wieder daran, dass die Stadt gesetzlich verpflichtet ist, die Tiere auf humane Weise kastrieren zu lassen. Nur so bekommen moderne Städte solche Probleme in den Griff.

Viele Bulgaren und auch viele Touristen nehmen gar nicht wahr, was tatsächlich geschieht. Deshalb produziere ich gemeinsam mit LeoLife die 45-minütige Dokumentation „Varna – das Drama der Vergessenen“. Der mehrsprachige Film zeigt die aktuelle Situation, begleitet Menschen, die den Tieren helfen, und erzählt die Geschichte eines jungen, stillen Mannes, der sich seit seiner Kindheit um sie kümmert.

Wir haben bereits mehrere Interviews mit Tierärzten geführt und mit Menschen auf den Straßen von Varna gesprochen. Einige Aussagen haben erschreckende Denkweisen offengelegt.

Jedes Mal, wenn ich auch nur ein wenig meiner Zeit investiere, wird mir klar, wie viel Einfluss jeder Einzelne von uns auf sein Umfeld hat – mehr, als wir uns eingestehen wollen.